Allgemeine Informationen über Kongo DRC

Die Demokratische Republik Kongo (ehemals Zaire) ist das drittgrößte Land Afrikas. Weite Flächen des Land sind immer noch mit Regenwäldern bedeckt, es gibt spektakuläre Seen und riesige Flüsse, wie den Congo, Kasai und den Oubanui, der in den Atlantischen Ozean fließt. Das Land verfügt über eine reiche Anzahl von Vulkanen (viele davon aktiv). In den Nationalparks gibt es noch (!) eine Vielzahl von Wildtieren.
Insgesamt gibt es sechs Nationalparks im Kongo: Virunga NP, Kahuzi- Biega NP, Okapi NP, Salonga NP, Garamba NP und den Upemba NP.
Bis auf den Upemba Nationapark sind alle fünf Parks von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. » Link zu Unesco
Der Virunga National Park (7.900 km²) ist der erste und älteste (1925) Nationalpark Afrikas und seit 1979 Weltkulturerbe. Ein Jahr später wurde auch der Kahuzi-Biega National Park (6.000 km²) in die Liste aufgenommen. Der Park, stellt nicht nur ein Schutzgebiet der Artenvielfalt von Flora und Fauna dar, sondern ist auch Heimat für viele seltene Spezies. Unter anderem sind dort Schimpansen (Pan troglodytes), Waldelefanten (Loxodonta cyclotis), Eastern Lowland Gorillas (Grauer's Gorilla), Schlankaffen (Colobidae), grüne Paviane (Papio anubis), der kongolesische Pfau (Afroparvo congensis), sowie zwei Arten der Ginsterkatze (Genetta victoriae und Osbornictis piscivora) beheimatet.

Bedroht wird dieses Paradies durch die jahrelang anhaltenden Bürgerkriege seit 1998. Erst durch die Stationierung der MONUC und UN Truppen im Jahre 1999 wurde es etwas ruhiger. Die Präsidentschaftswahlen im Juli 2006 endeten in einer weiterhin andauernden politischen Krise. Die führenden Kandidaten, Amtsinhaber Joseph Kabila und Rebellenanführer Jean Pierre Bemba hielten ihre Armeen in Bereitschaft. Bemba verweigerte sich, den Stimmverlust von über 16% gegenüber Kabila zu akzeptieren. Es kam jedoch glücklicherweise nur sporadisch zu Auseinandersetzungen.
Im Dezember 2006 übernahm Kabila seinen Amtsantritt. Die politische Situation scheint sich seitdem etwas stabilisiert zu haben.

Durch die jahrelangen Konflikte und die damit verbundenen Auswirkungen sind die Tierwelt und ihr natürliches Habitat in eine schreckliche Notlage geraten.
Viele Menschen sind aus Angst vor Soldaten und Rebellen in die Nationalparks geflohen und beuten dort die natürlichen Ressourcen aus. Auch die Rebellen nützen die Wälder als Zuflucht und die Wildtiere als Kapital.
(Infos zur polit. Lage im Kongo siehe http://de.encarta.msn.com/text_761561261__1/Kongo_Demokratische_Republik.html)

Die größte Bedrohung liegt in der Wilderei, dem Handel mit Buschfleisch, dem illegalen Handel mit lebenden Wildtieren und der Abholzung der Wälder zur Gewinnung von Brennmaterial und Ackerland.

http://www.wwf.org.uk/researcher/issues/rarespecies/0000000147.asp

http://www.panda.org/about_wwf/where_we_work/africa/where/drc/index.cfm

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